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Zwölf Apostel
Schloßstr. 34, Berlin

Jürgen schrieb am 27.12.2006

Die Zwölf Apostel in Steglitz gehören zum neuen Einkaufszentrum "Das Schloss". Nachdem ich vor Jahren mal das gleichnamige Restaurant am Savignyplatz kennengelernt hatte, wollten wir uns im Sommer auch dieses einmal ansehen.

Zahlreiche Tische und Stühle draußen wirken recht einladend. Leider stellte sich doch heraus, daß die Kreuzung Schloßstraße/Grunewaldstraße so laut ist, daß meine Begleiterin und ich es trotz guter Vorsätze nicht aushielten. Wir wechselten nach drinnen.

Atmosphärisch war es ganz angenehm, der Service trotz nicht vollem Lokal allerdings immer wieder etwas schwer an den Tisch zu bekommen. Mein Essen, ein Nudelgericht, war recht langweilig und den Preis nicht wert, der offene Wein durchschnittlich. Die Pizza meiner Begleiterin war wohl deutlich besser, aber ihre Cola Light wäre für mich keine Alternative gewesen.

["Dodici Apostoli" hat sich hier nicht gehalten. In diesem Lokal ist jetzt eine Filiale der Burger-Kette "Peter Pane".]
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Straßenbahn
Laubacher Str. 29, Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

In der Straßenbahn hat sich nicht viel geändert in den fast 30 Jahren ihres Bestehens – jedenfalls nicht in den knapp 20 Jahren, die ich das Lokal kenne. Warum auch? Es gefällt den Gästen ja, und die waren auch alle von Anfang an dabei, zumindest hat es fast den Anschein.

Die Straßenbahn hat Atmosphäre. Daß sie nach wie vor von einem Kollektiv bewirtschaftet wird, daß aushängt, welchen Projekten die Trinkgelder in letzter Zeit zugute gekommen sind, daß die Gäste zwar durchaus höflich, aber alles andere als unterwürfig behandelt werden, gehört dazu. Gleichzeitig ist sie so sehr altes West-Berlin, wie es sich nur an wenigen Orten erhalten hat.

Es gibt die für eine Kneipe im wesentlichen übliche Getränkeauswahl mit ein paar netten Akzenten (Rhabarbersaft!); die Speisenauswahl ist typisch für die Mischform Kneipenrestaurant. Auf der Tageskarte gibt es einige warme Speisen, das sonstige Angebot ist nicht groß und durch eine Auswahl belegter Fladenbrote geprägt – alles sehr preisgünstig und durchaus gut.

Es gibt einen Nichtraucherraum, der sogar relativ gut vom Rest getrennt ist. Da sitze ich selbst gerne und stehe hin und wieder auf, um am Tresen eine Zigarette zu rauchen.



[Inzwischen ist der ehemalige Nichtraucherraum ein Raucherraum, und der Rest des Lokals is rauchfrei. Sonst scheint sich – wie üblich – nichts geändert zu haben.]
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Restaurant Glühwurm
Handjerystr. 77, 12159 Berlin

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Den Glühwurm – diesen Glühwurm, den anderen kenne ich nicht – finde ich zwiespältig. Einerseits ist es dort ganz nett, sympathisches Personal, gutes zu essen und zu trinken, andererseits ist es oft so voll und laut, daß es anstrengend wird. Dann ist meist auch der Service so überlastet, daß einem zwischen den Getränken die Dehydrierung droht.

Die Speisenauswahl ist, wie das ganze Lokal, stark schwäbisch geprägt. Maultaschen gibt es in diversen Variationen, meine Empfehlung: die "Spinatwachtel" mit Ei und Spinat. Deftige Fleischgerichte sind gut vertreten. Manchen ist das Essen insgesamt zu schwer, aber das schreckt mich meist nicht.

Bei den Weinen herrschen die Schwaben ebenfalls vor, aber es gibt auch eine kleine Auswahl des üblichen internationalen Spektrums. Mehrere Biere gibt es vom Faß, darunter ein Hefeweizen.

Im Sommer ist der Garten sehr schön und, da am Renée-Sintenis-Platz gelegen, recht ruhig.
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Pizzeria i Due Forni
Schönhauser Allee 12, 10119 Berlin

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Vielleicht sollte ich einfach nicht im Dezember hingehen. Ausgesucht hatte ich es mir auch (wieder) nicht, aber das Argument, relativ kurzfristig nirgendwo anders einen Tisch für 20 Personen zu bekommen, ist schwer zu widerlegen.

Das Essen ist gut, der Wein für einen schlichten Tischwein ordentlich (in den Sorten "rot" und "weiß", letztere besser). Einrichtung angenehm schlicht.

Wenn ich mir die anderen Beiträge hier ansehe, scheint die Qualität des Service sehr mit der Tagesform zu schwanken. Gestern war er passabel – Bestellungen kamen manchmal nicht zum Erfolg, aber meistens schon, wenn auch nicht typischerweise schnell; die Haltung war freundlich bis "gestresst, aber nicht übelnehmend".

Aber die Lautstärke... unglaublich. Nun gut, es war extrem voll (ist es das eigentlich immer im Dezember?), aber es ist auch wirklich ein lautes Publikum, jung, "lebenslustig" (muß man dazu eigentlich so rumdröhnen?), und mit kräftigen Stimmchen. Der Raum tut wenig, den Lärm zu mildern.

Als es das zweite Mal am Abend "sehr laut" war, habe ich mich schon wieder gefreut, denn zwischen dem ersten Mal "sehr laut" und dem zweiten Mal "sehr laut" war es die ganze Zeit "fast unertraglich laut". Da war "sehr laut" dann schon wieder eine Erholung.

Ach ja, das lebenslustige Publikum: Vielleicht gehört es auch ja zum Lifestyle, auf der Toilette mit nassen Papierhandtüchern rumzusauen. Ich hätte es für tendentiell unnötig gehalten.

Wahrscheinlich ist es hier ganz nett, wenn es nicht so von rumdröhnenden Gästen voll ist. Ich weiss nicht, ob das vorkommt – vielleicht sollte man am Nachmittag eines schönen kalten Novembertages herkommen, zu kalt für den Garten, zu schön für einen Restaurantbesuch.

Dann könnte ich vielleicht das gute Essen in Ruhe genießen, bedient von einem gutgelaunten und nicht überlasteten Service.

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