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[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Straßenbahn
Laubacher Str. 29, Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

In der Straßenbahn hat sich nicht viel geändert in den fast 30 Jahren ihres Bestehens – jedenfalls nicht in den knapp 20 Jahren, die ich das Lokal kenne. Warum auch? Es gefällt den Gästen ja, und die waren auch alle von Anfang an dabei, zumindest hat es fast den Anschein.

Die Straßenbahn hat Atmosphäre. Daß sie nach wie vor von einem Kollektiv bewirtschaftet wird, daß aushängt, welchen Projekten die Trinkgelder in letzter Zeit zugute gekommen sind, daß die Gäste zwar durchaus höflich, aber alles andere als unterwürfig behandelt werden, gehört dazu. Gleichzeitig ist sie so sehr altes West-Berlin, wie es sich nur an wenigen Orten erhalten hat.

Es gibt die für eine Kneipe im wesentlichen übliche Getränkeauswahl mit ein paar netten Akzenten (Rhabarbersaft!); die Speisenauswahl ist typisch für die Mischform Kneipenrestaurant. Auf der Tageskarte gibt es einige warme Speisen, das sonstige Angebot ist nicht groß und durch eine Auswahl belegter Fladenbrote geprägt – alles sehr preisgünstig und durchaus gut.

Es gibt einen Nichtraucherraum, der sogar relativ gut vom Rest getrennt ist. Da sitze ich selbst gerne und stehe hin und wieder auf, um am Tresen eine Zigarette zu rauchen.



[Inzwischen ist der ehemalige Nichtraucherraum ein Raucherraum, und der Rest des Lokals is rauchfrei. Sonst scheint sich – wie üblich – nichts geändert zu haben.]

Sandmann

Aug. 28th, 2016 12:05 pm
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Sandmann
Reuterstraße 7, 12053 Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

Kaffee gibt's im Sandmann auch, aber ich glaube, es wird doch mehr Bier getrunken. Das Getränkeangebot ist nicht ohne Reiz, wenn auch eher kneipentypisch; dazu gibt es Snacks. Das Publikum ist stärker intellektuell geprägt als sonst in Neuköllner Kneipen üblich, aber immer noch gemischt.

Wenn man sich, wie es die meisten tun, an einen der Tische setzt, ist der Sandmann eine Kneipe, in die man gut mal mit Freunden gehen kann, weil sie günstig gelegen ist und weil einem die einfache, aber liebevolle Atmosphäre gefällt.

Kommt man aber allein und setzt sich an den Tresen, kann es durchaus sein, daß man in nette Gespräche oder aberwitzige Diskussionen verwickelt wird, je nach Zusammensetzung und Tagesform des Publikums, und viel später erst wieder nach Hause findet als eigentlich beabsichtigt. Das gilt nicht nur für "die, die immer hier sitzen", sondern auch (vorher) Fremde werden schnell aufgenommen, wenn sie etwas kontaktfreudig sind.

Häufig gibt es Musikveranstaltungen, zum Beispiel "Blue Monday", eine offene Blues-Session jeden Montag, aber da bin ich nicht auf dem neuesten Stand.

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