jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2017-03-08 09:33 am

Das Schloss

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Das Schloss
Schloßstr. 34, Altes Rathaus Steglitz, 12163 Berlin

Jürgen schrieb am 27.12.2006

Die Steglitzer Politik spinnt. Angeblich soll die Schloßstraße als Einkaufsstraße gefördert werden; die Erfahrung zeigt aber, daß Einkaufszentren die kleinen Läden und Fachgeschäfte kaputtmachen. Nach dem Forum Steglitz haben wir ein weiteres Einkaufszentrum an der Schloßstraße so dringend gebraucht wie ein zweites Loch im Bauch, und nun wird nach dem "Das Schloss" auch noch ein drittes am Walter-Schreiber-Platz gebaut.

Nun gut, "Das Schloss" ist nun mal da. Wie ist es denn nun, für sich gesehen?

Voll. Auch in eigentlich schwachen Zeiten, in der Woche vormittags, sind so viele Leute unterwegs, daß ich mich schon in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt fühle.

Eng. Für einen Neubau, der von Anfang an gedacht ist, viele Besucher anzuziehen, hat er überraschend wenig Platz.

Einigermaßen vielfältig. Das Angebot an Geschäften ist ganz ordentlich; es gibt allerdings wenig, was ich mir für die Gegend wirklich gewünscht hätte (mit Conrad Electronic als nennenswerter Ausnahme), nichts, was ein zwingender Grund zum Besuch wäre.

Überladen. Die Dekoration ist post-modern zuckerbäckerig proppevollgestopft. Das scheinen viele zu mögen; ich find's anstrengend.

"Das Schloss" soll wohl einen luxuriösen Eindruck machen. Die Absicht ist erkennbar, und es wurde viel Geld zu diesem Zweck investiert — leider aber nicht für den wahren Luxus, Platz zum Gehen zu haben.

Mein Fazit nach mehrfachem Besuch: Gebraucht haben wir's wirklich nicht, und schöner als woanders finde ich das Einkaufen dort auch nicht, eher anstrengender. Hoffen wir mal, daß die Geschäfte in der Schloßstraße und den angrenzenden Rayons nicht allzusehr unter dem "Das Schloss" leiden.

[Inzwischen habe ich mich an "Das Schloss" einigermaßen gewöhnt. Die Lage direkt an meinem Arbeitsweg ist einfach zu günstig, um es zu ignorieren; außer Conrad gibt es noch ein paar andere brauchbare Anlaufpunkte. Begeistert bin ich aber nach wie vor nicht.]
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2017-03-08 09:28 am

Zwölf Apostel

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Zwölf Apostel
Schloßstr. 34, Berlin

Jürgen schrieb am 27.12.2006

Die Zwölf Apostel in Steglitz gehören zum neuen Einkaufszentrum "Das Schloss". Nachdem ich vor Jahren mal das gleichnamige Restaurant am Savignyplatz kennengelernt hatte, wollten wir uns im Sommer auch dieses einmal ansehen.

Zahlreiche Tische und Stühle draußen wirken recht einladend. Leider stellte sich doch heraus, daß die Kreuzung Schloßstraße/Grunewaldstraße so laut ist, daß meine Begleiterin und ich es trotz guter Vorsätze nicht aushielten. Wir wechselten nach drinnen.

Atmosphärisch war es ganz angenehm, der Service trotz nicht vollem Lokal allerdings immer wieder etwas schwer an den Tisch zu bekommen. Mein Essen, ein Nudelgericht, war recht langweilig und den Preis nicht wert, der offene Wein durchschnittlich. Die Pizza meiner Begleiterin war wohl deutlich besser, aber ihre Cola Light wäre für mich keine Alternative gewesen.

["Dodici Apostoli" hat sich hier nicht gehalten. In diesem Lokal ist jetzt eine Filiale der Burger-Kette "Peter Pane".]
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2017-03-08 09:23 am

Wüstefeld

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Wüstefeld GmbH
Schloßstr. 96, Berlin

Jürgen schrieb am 22.12.2006

In diesem Laden will ich eigentlich viel öfter gehen, denn das Angebot ist verlockend, aber auch hier ergibt sich das Problem, daß ich dabei möglicherweise viel zuviel Geld ausgebe. Immerhin sehe ich fast jedes Mal in die Schaufenster, wenn ich hier vorbeikomme.

Wüstefeld ist ein Fotoladen, und er ist *groß*. Die Auswahl scheint stattlich zu sein, oberflächlich beurteilt. In den Schaufenstern sind vor allem viele gebrauchte Kameras und Zubehör zu sehen, für mich mit die größte Versuchung.

[Der Laden gehört inzwischen zu Foto Leistenschneider, scheint aber im wesentlichen unverändert. Allerdings ist das Angebot an Gebrauchten im Schaufenster deutlich kleiner geworden.]
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-10-24 11:09 am
Entry tags:

J. K. Rowling: The Casual Vacancy

Apparently I haven't yet written about Rowling's eagerly awaited first non-Harry-Potter book. Like, I guess, everyone else I was curious how she would hold up outside of her usual world and genre. To make it short: very well.

Roughly one and a half years after it was published, I read it on a vacation on Mallorca; I had a plenty of time for reading and for immersing myself in the book. Equally curious what route she would take at all, I saw that this was not fantasy, not mystery, not historic, just fiction. In between I have forgotten much of the book, but its essence still lingers.

After someone dies right at the start of the book, the social fabric of a small English town emerges as people learn of his death. After getting to know the protagonists we are shown their relationships, first the obvious ones, then the hidden ones, their backgrounds, their desires, their history, their conflicts, their secrets.

In parts this is like in a whodunit story, only there is no crime, as the death was clearly due to a natural cause. And unlike the typical whodunit the fabric is not static, as people not only go on about their business, but new things happen, existing relationships change, new relationship are built, and some conflicts are resolved.

I like it. Rowling has shown that she is not limited to genre fiction. This book is full of believable characters and developments; nothing feels forced or pretentious.

Of course I read the book because her name is on it. But it is well worth reading on its own merits.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-09-07 09:02 am

Café Rix

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Café Rix
Karl-Marx-Str. 141, Neukölln / Rixdorf, 12043 Berlin

Jürgen schrieb am 22.12.2006

Der Saal ist das schönste im Café Rix, groß, hoch, mit sehr schön restauriertem Stuck. Er ist leider manchmal auch das störendste: Durch die großen flachen Wände kann es sehr laut werden, wenn das Café voller wird.

Der Service ist wechselhaft, von den einzelnen Personen und der Tagesform abhängig, meistens aber durchaus ordentlich.

Die Küche hat mir, anscheinend anders als anderen, immer gut gefallen. Das Angebot ist mit der wechselnden Tageskarte abwechslungsreich, teilweise originell, die Zubereitung sorgfältig, das Resultat gut und wohlschmeckend. (Meine Beobachtungen sind allerdings eine Weile her.)

Das Angebot an Zeitschriften lädt auch einzelne dazu ein, hier einfach mal etwas Zeit zu verbringen. Vor allem die Polsterbänke an den Wänden sind dazu durchaus bequem genug.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-09-06 10:06 am

Schmolke

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Schmolke
Steglitzer Damm 35, Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

Schmolke gibt's nicht mehr, er hat den Laden zugemacht. Schade, denn hier gab es – vorausgesetzt, man kam sehr rechtzeitig – Bio-Brot zu kaufen, für das ich jetzt weiter weg muß.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-09-06 09:12 am

ASA 90 der fotoladen

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

ASA 90 der fotoladen M.Walter
Fuldastr. 55, Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

ASA 90 handelt mit gebrauchten Kameras (vor allem Foto, aber auch Film) und Zubehör. Neben wirklich schönen alten Geräten gibt es auch neuere, die durchaus heute noch gut zu gebrauchen sind – allerdings aus der vor-Autofokus-Zeit. Die Auswahl ist nicht riesig, aber durchaus einen Blick wert. Ich sah hier schon einmal eine Kamera zu genau dem Preis, zu dem ich das gleiche Modell gerade vorher woanders erworben hatte, aber in deutlich besseren Zustand.

[Hier geht es natürlich nicht um digitale Kameras.]
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-09-05 11:41 am

Kropp

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Kropp GmbH
Karl-Marx-Str. 82, 12043 Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

Früher war ich oft hier. Als ich gestern nach langer Zeit mal wieder an Kropp vorbeikam, ärgerte ich mich, daß ich gerade vorher schon etwas gegessen hatte – und ausgerechnet Fisch.

Kropp war für mich nämlich früher vor allem die Anlaufstelle für frisch gebratenen Fisch, im Stehen zu essen – ein Filet vom Seelachs, von der Scholle oder einer der anderen Sorten, dazu eine Portion der vorzüglichen, selbst hergestellten Kartoffelsalate. Und einen Becher Milch!

Aber das ist nur ein Teil des ganzen. Fisch gibt es auch frisch, in großer Auswahl, Besonderheiten auf Bestellung. Dazu viele Salate, darunter die genannten Kartoffelsalate, aber auch diverse Krabbensalate, und was es eben sonst noch so gibt.

Eine Auswahl interessanter Würste gibt es, Käse, Brot, ein bißchen Wein und Sekt, aber wirklich lohnen tut sich der Besuch für den Fisch, sei er frisch oder frisch gebraten.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-09-05 10:32 am
Entry tags:

Go: what is faster, buf.WriteString("...") or str += "..."?

More or less since I started programming in Go, I have wanted to know which method I should use for collecting strings: (a) use a bytes.Buffer and WriteString(), or (b) just "add" together a string with +=. The convenience of the latter is appealing, but how would that be performance-wise? So I finally checked it.
package main

import (
	"bytes"
	"fmt"
	"os"
	"time"
)

var startT time.Time

func main() {
	for reps := 10000; reps <= 100000; reps += 10000 {
		fmt.Printf("\nreps: %d\n", reps)
		snippet := os.Args[1]

		startT = time.Now()
		buf1 := bytes.NewBufferString("")
		for i := 0; i < reps; i++ {
			buf1.WriteString(snippet)
		}
		seconds1 :=
			float64(time.Now().Sub(startT)) / float64(time.Second)
		len1 := buf1.Len()
		fmt.Printf("last of %d: %s; %g s\n", len1,
			buf1.Bytes()[len1-10:len1-1], seconds1)

		startT = time.Now()
		buf2 := ""
		for i := 0; i < reps; i++ {
			buf2 += snippet
		}
		seconds2 :=
			float64(time.Now().Sub(startT)) / float64(time.Second)
		len2 := len(buf2)
		fmt.Printf("last of %d: %s; %g s\n", len2,
			buf2[len2-10:len2-1], seconds2)
	}
}

The result was more clear-cut than I had expected:
$ ./strcatz fldsjbcsldfbcdkhasfacde

reps: 10000
last of 230000: dkhasfacd; 0.001061327 s
last of 230000: dkhasfacd; 0.501937235 s

reps: 20000
last of 460000: dkhasfacd; 0.001232219 s
last of 460000: dkhasfacd; 2.42185104 s

reps: 30000
last of 690000: dkhasfacd; 0.00211587 s
last of 690000: dkhasfacd; 6.120059 s

reps: 40000
last of 920000: dkhasfacd; 0.002452257 s
last of 920000: dkhasfacd; 13.718863728 s

reps: 50000
last of 1150000: dkhasfacd; 0.0048127 s
last of 1150000: dkhasfacd; 18.529621865 s

reps: 60000
last of 1380000: dkhasfacd; 0.004334798 s
last of 1380000: dkhasfacd; 24.74539053 s

reps: 70000
last of 1610000: dkhasfacd; 0.005095205 s
last of 1610000: dkhasfacd; 32.982584273 s

reps: 80000
last of 1840000: dkhasfacd; 0.009039379 s
last of 1840000: dkhasfacd; 44.176404262 s

reps: 90000
last of 2070000: dkhasfacd; 0.008148565 s
last of 2070000: dkhasfacd; 53.003958242 s

reps: 100000
last of 2300000: dkhasfacd; 0.008536743 s
last of 2300000: dkhasfacd; 67.390456565 s

The += method is not only slower to begin with, but also goes up more than linear, which is not quite surprising. I do find it surprising, though, that the difference is so large, in the order of 10000. So, I guess, that question is answered: In a place where performance matters at all, don't use += for repeated string concatenation.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-30 10:09 am

Straßenbahn

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Straßenbahn
Laubacher Str. 29, Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

In der Straßenbahn hat sich nicht viel geändert in den fast 30 Jahren ihres Bestehens – jedenfalls nicht in den knapp 20 Jahren, die ich das Lokal kenne. Warum auch? Es gefällt den Gästen ja, und die waren auch alle von Anfang an dabei, zumindest hat es fast den Anschein.

Die Straßenbahn hat Atmosphäre. Daß sie nach wie vor von einem Kollektiv bewirtschaftet wird, daß aushängt, welchen Projekten die Trinkgelder in letzter Zeit zugute gekommen sind, daß die Gäste zwar durchaus höflich, aber alles andere als unterwürfig behandelt werden, gehört dazu. Gleichzeitig ist sie so sehr altes West-Berlin, wie es sich nur an wenigen Orten erhalten hat.

Es gibt die für eine Kneipe im wesentlichen übliche Getränkeauswahl mit ein paar netten Akzenten (Rhabarbersaft!); die Speisenauswahl ist typisch für die Mischform Kneipenrestaurant. Auf der Tageskarte gibt es einige warme Speisen, das sonstige Angebot ist nicht groß und durch eine Auswahl belegter Fladenbrote geprägt – alles sehr preisgünstig und durchaus gut.

Es gibt einen Nichtraucherraum, der sogar relativ gut vom Rest getrennt ist. Da sitze ich selbst gerne und stehe hin und wieder auf, um am Tresen eine Zigarette zu rauchen.



[Inzwischen ist der ehemalige Nichtraucherraum ein Raucherraum, und der Rest des Lokals is rauchfrei. Sonst scheint sich – wie üblich – nichts geändert zu haben.]
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-28 12:05 pm

Sandmann

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Sandmann
Reuterstraße 7, 12053 Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

Kaffee gibt's im Sandmann auch, aber ich glaube, es wird doch mehr Bier getrunken. Das Getränkeangebot ist nicht ohne Reiz, wenn auch eher kneipentypisch; dazu gibt es Snacks. Das Publikum ist stärker intellektuell geprägt als sonst in Neuköllner Kneipen üblich, aber immer noch gemischt.

Wenn man sich, wie es die meisten tun, an einen der Tische setzt, ist der Sandmann eine Kneipe, in die man gut mal mit Freunden gehen kann, weil sie günstig gelegen ist und weil einem die einfache, aber liebevolle Atmosphäre gefällt.

Kommt man aber allein und setzt sich an den Tresen, kann es durchaus sein, daß man in nette Gespräche oder aberwitzige Diskussionen verwickelt wird, je nach Zusammensetzung und Tagesform des Publikums, und viel später erst wieder nach Hause findet als eigentlich beabsichtigt. Das gilt nicht nur für "die, die immer hier sitzen", sondern auch (vorher) Fremde werden schnell aufgenommen, wenn sie etwas kontaktfreudig sind.

Häufig gibt es Musikveranstaltungen, zum Beispiel "Blue Monday", eine offene Blues-Session jeden Montag, aber da bin ich nicht auf dem neuesten Stand.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-28 11:31 am

Krasselts Imbiss

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Krasselts Imbiss
Steglitzer Damm 24, 12169 Berlin

Jürgen schrieb am 20.12.2006

Ach ja, es ist doch sehr Geschmackssache mit der Currywurst. Seit ein paar Jahren wohne ich nun fast gegenüber von Krasselt's [sic], und an Currywurst ohne Darm habe ich mich immer noch nicht gewöhnt.

Schlecht ist sie nicht, und das Ketchup (auch in Flaschen zu bekommen!) ist wirklich hervorragend, die Würzung gut. Aber die Wurst selbst ist so weich und labberig, es fehlt das Knusprige, das ich an der Wurst mit Darm so mag.

Das kann man Krasselt's natürlich nicht vorwerfen. Inzwischen esse ich dort viel öfter einen Fleischspieß, oder auch zwei, mit Pommes. Die Spieße sind sehr gut und haben uns auch zu Hause schon ein paarmal abends das Kochen erspart.

[Inzwischen gibt es dort auch Currywurst mit Darm. Ich ziehe aber immer noch die Spieße vor.]

jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-27 05:18 pm

Lucky's Pizzeria

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Willmanndamm 15, 10827 Berlin
Nagel, Siegfried Lucky's Pizzeria u. Lieferservice

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Dieses Lokal ist schräg. Die Wände sind voller Namibia-Devotionalien, davon frei gebliebene Flächen sind inzwischen mit Fotos vollgepflastert, die Lucky von seinen Gästen gemacht hat. Komische Dinge stehen herum, und zu späterer Stunde kann es durchaus vorkommmen, daß Lucky zur Gitarre greift und singt.

"Schärfste Pizza Schönebergs" ist der Wahlspruch, und das stimmt wahrscheinlich auch. Die Pizza hat standardmäßig eine gewisse Grundschärfe; eine milde Variante gibt es aber auf Wunsch auch.

Was ist das eigentlich für eine Pizza? Italienisch ist sie nicht so sehr, amerikanisch schon gar nicht. Seine eigene Schöpfung? Ich weiß es nicht, aber sie schmeckt mir außerordentlich gut. Der Boden ist dünn und knusprig, der Belag intensiv aromatisch. Meine Lieblingspizza ist die Kapernpizza mit Schafskäse und frischen Tomaten, mit extra Knoblauch.

Von Nudelgerichten und Salat war ich bisher nicht so begeistert, aber weil ich nur etwa monatlich da bin, kann ich auch jedes Mal Pizza essen. Faßbier gibt es leider nicht, aber Beck's, Wohn Pils, und Weizenbiere. Der Wein war eher schlicht, aber zur Pizza paßt mir Bier ohnehin besser.

Lucky ist ein Original. Er zündet auch schon mal Sonnwendfeuer in Blechfässern auf der Straße an und wirft einen Gast aus dem Lokal, der sich zu vehement über Rauch vom Nebentisch beschwert – rauchen können soll man bei ihm. Nun, mich stört's nicht.



["Lucky's Pizzeria" gibt es inzwischen nicht mehr, er hat sich zur Ruhe gesetzt. Und inzwischen stört mich Rauch in Restaurants und Kneipen schon.]
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-27 05:14 pm

Restaurant Glühwurm

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Restaurant Glühwurm
Handjerystr. 77, 12159 Berlin

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Den Glühwurm – diesen Glühwurm, den anderen kenne ich nicht – finde ich zwiespältig. Einerseits ist es dort ganz nett, sympathisches Personal, gutes zu essen und zu trinken, andererseits ist es oft so voll und laut, daß es anstrengend wird. Dann ist meist auch der Service so überlastet, daß einem zwischen den Getränken die Dehydrierung droht.

Die Speisenauswahl ist, wie das ganze Lokal, stark schwäbisch geprägt. Maultaschen gibt es in diversen Variationen, meine Empfehlung: die "Spinatwachtel" mit Ei und Spinat. Deftige Fleischgerichte sind gut vertreten. Manchen ist das Essen insgesamt zu schwer, aber das schreckt mich meist nicht.

Bei den Weinen herrschen die Schwaben ebenfalls vor, aber es gibt auch eine kleine Auswahl des üblichen internationalen Spektrums. Mehrere Biere gibt es vom Faß, darunter ein Hefeweizen.

Im Sommer ist der Garten sehr schön und, da am Renée-Sintenis-Platz gelegen, recht ruhig.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-25 09:45 am
Entry tags:

Paulaner's

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Paulaners
Alt-Moabit 98, 10559 Berlin

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Beeindruckend finde ich an der Kette der "Paulaner's"- [sic] und "Leopold's"-Restaurants, daß sie das vorgegebene Styling so präzise einhalten, sei das Lokal nun in Moabit, Neukölln, oder Shanghai – Konzeptgastronomie eben.

Laut ist es in der Tat manchmal. Das paßt eigentlich ins Konzept; leicht erhitzte Stimmung gehört dazu wie das Bier.

Neben dem schon erwähnten Hefeweizen gibt es Paulaner Münchner Hell und Dunkel, und zur entsprechenden Jahreszeit das von mir besonders geschätzte Oktoberfestbier, sehr süffig und würzig.

Die Speisen sind deftig, bayerisch; mein Favorit ist der Schweinsbraten, sehr saftig, mit knuspriger Kruste, dazu Knödel und Krautsalat.

Eigentlich, fällt mir dazu ein, müßte ich mal wieder hin.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-25 09:39 am

Weingut Kaiserberghof

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Weingut Kaiserberghof
Oberdorfstraße 47, 76831 Ilbesheim

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Nun ja, ein Lieblingsplatz kann es eigentlich nicht sein, denn ich war noch nicht da. Und das kam so: Eigentlich wollte ich letztes Jahr im September mit meiner Frau und meinen Schwiegereltern eine Woche in die Pfalz fahren und zwei oder drei Weingüter besuchen, darunter das Weingut Kaiserberghof der Familie Kast. Aus beruflichen Gründen mußte ich diese Reise kurzfristig absagen (don't get me started...), und so sind sie ohne mich gefahren.

Sie ließen mir allerdings vom Kaiserberghof ein Carepaket schicken, mit deutlich mehr verschiedenen Weinen, als ich bis dahin von Kast kennengelernt hatte. Damit war mein Schicksal besiegelt – ich konnte nicht mehr von diesen Weinen los.

Daß sein Schicksal besiegelt war, mag auch der Paketbote gedacht haben, als er sich vor ein paar Wochen vor der Aufgabe sah, unsere Herbstbestellung von 48 Flaschen Kaiserberghof-Wein in den vierten Stock zu schleppen. Aber unsere Hilfe und ein Trinkgeld ließen ihn die Fassung schließlich wiedergewinnen.

Durchaus trinke ich noch andere Weine, aber als Sortiment eines einzigen Winzers liegt mir das der Kasts besonders am Herzen. Sie machen "ehrliche", klare Weine mit sortentypischem Geschmack, aber mit viel Ehrgeiz und nicht ohne Rafinesse.

Meine Kastschen Lieblingsweine sind die kräftigen Roten, Cabernet Sauvignon, St. Laurent, und vor allem der Spätburgunder, den ich dieses Jahr sowohl jung als auch aus dem Barrique besonders gelungen finde.

Gleich danach kommt der Chardonnay aus dem Barrique und die frischen, "knackigen" Weiß- und Grauburgunder. Der Riesling ist auch nicht übel, aber der schmeckt mir woanders besser.

Von den Spezialitäten haben wir dieses Jahr kaum etwas abbekommen, nicht den 24 Monate barrique-gelagerten St. Laurent 2003, der mich extrem gereizt hätte, und nicht den Sekt Pinot extra brut. Wir bekamen allerdings etwas von der Grauburgunder-Auslese süß, die mich letztes Jahr schon begeistert hat.

Bestellen kann man bei den Kasts am besten per Telefon. Es gibt zwar auf der genannten Website auch einen Shop, aber der berücksichtigt nicht, daß manche Weine schon ausverkauft sind. Per Telefon kann man dagegen gleich erfahren, ob ein Wein noch lieferbar ist, und wenn nicht, einen Ersatz bestellen, damit die Kapazität der Versandkartons von 12 oder 18 Flaschen gut ausgenutzt wird.

Wer Glück hat, liegt im Einzugsgebiet der Liefertouren des Kaiserberghofs und kann seine Weinbestellung zweimal im Jahr frei Haus geliefert bekommen; alle anderen zahlen 5,90 € pro Karton. (Das steht auf der Website falsch!)

[Nachtrag 2016: Inzwischen, muss ich feststellen, habe ich schon lange nichts mer bei Kast bestellt. Ich sollte wohl mal wieder.]
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-24 08:22 am

Pizzeria i Due Forni

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Pizzeria i Due Forni
Schönhauser Allee 12, 10119 Berlin

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Vielleicht sollte ich einfach nicht im Dezember hingehen. Ausgesucht hatte ich es mir auch (wieder) nicht, aber das Argument, relativ kurzfristig nirgendwo anders einen Tisch für 20 Personen zu bekommen, ist schwer zu widerlegen.

Das Essen ist gut, der Wein für einen schlichten Tischwein ordentlich (in den Sorten "rot" und "weiß", letztere besser). Einrichtung angenehm schlicht.

Wenn ich mir die anderen Beiträge hier ansehe, scheint die Qualität des Service sehr mit der Tagesform zu schwanken. Gestern war er passabel – Bestellungen kamen manchmal nicht zum Erfolg, aber meistens schon, wenn auch nicht typischerweise schnell; die Haltung war freundlich bis "gestresst, aber nicht übelnehmend".

Aber die Lautstärke... unglaublich. Nun gut, es war extrem voll (ist es das eigentlich immer im Dezember?), aber es ist auch wirklich ein lautes Publikum, jung, "lebenslustig" (muß man dazu eigentlich so rumdröhnen?), und mit kräftigen Stimmchen. Der Raum tut wenig, den Lärm zu mildern.

Als es das zweite Mal am Abend "sehr laut" war, habe ich mich schon wieder gefreut, denn zwischen dem ersten Mal "sehr laut" und dem zweiten Mal "sehr laut" war es die ganze Zeit "fast unertraglich laut". Da war "sehr laut" dann schon wieder eine Erholung.

Ach ja, das lebenslustige Publikum: Vielleicht gehört es auch ja zum Lifestyle, auf der Toilette mit nassen Papierhandtüchern rumzusauen. Ich hätte es für tendentiell unnötig gehalten.

Wahrscheinlich ist es hier ganz nett, wenn es nicht so von rumdröhnenden Gästen voll ist. Ich weiss nicht, ob das vorkommt – vielleicht sollte man am Nachmittag eines schönen kalten Novembertages herkommen, zu kalt für den Garten, zu schön für einen Restaurantbesuch.

Dann könnte ich vielleicht das gute Essen in Ruhe genießen, bedient von einem gutgelaunten und nicht überlasteten Service.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-23 11:17 am

Grünzeit

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Grünzeit,
Martin-Luther-Straße 41, 10779 Berlin

Jürgen schrieb am 15.12.2006

Es geht doch nichts über einen anständigen, soliden, schwulen Blumenladen! :–)

Eigentlich bin ich ja wirklich kein großer Blumenkäufer, aber zur eigenen Hochzeit sollte es doch mal sein. In Grünzeit fanden wir einen Blumenladen, der nicht, wie manch anderer, die Preisschilder beim Nennen des Worts "Hochzeit" austauschte, der eine wunderbare, allenthalben bewunderte Tisch- und Raumdekoration herstellte, der sich in der Abwicklung äußerst entgegenkommend zeigte, und mit dem es eine Freude war, Geschäfte zu machen. So wünscht man sich das.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-23 11:07 am

Rixdorfer Weihnachtsmarkt

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Rixdorfer-Weihnachtsmarkt,
Richardplatz 1, 12055 Berlin

Jürgen schrieb am 15.12.2006

Dieses Jahr habe ich ihn schon wieder verpaßt, so ein Ärger – es war doch einfacher, als ich noch direkt um die Ecke wohnte. Aber es klappt einfach nicht immer am Wochende des zweiten Advent.

Der Rixdorfer Weihnachtsmarkt ist aus meiner Sicht der einzige, auf den es sich wirklich zu gehen lohnt. Die nahezu durchweg nichtkommerziellen Standbetreiber machen die Atmosphäre viel angenehmer als auf den normalen Weihnachtsmärkten.

Die Stände bieten alles mögliche an, von Speisen und Getränken über selbstgebasteltes Spielzeug bis zu antiquarischen Büchern, so manches Geschenk habe ich dort auch schon erworben. Highlights sind für mich der Stand der koreanischen Krankenschwestern mit leckerem Feuerfleisch und Gemüsepuffern und, im wörtlichen Sinn, der Platz, an dem das THW die Petroleumlampen neu befüllt, weil das Licht dort so schön ist.

Nur vier Sterne statt fünf vergebe ich deswegen, weil es manchmal ganz furchtbar voll ist. Da macht es dann nicht mehr viel Spaß.
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
2016-08-23 11:01 am

Friedenauer Weinhandlung

[Dies ist einer aus einer wieder ausgegrabenen Sammlung alter Artikel]

Friedenauer Weinhandlung,
Hauptstraße 80, 12159 Berlin

Jürgen schrieb am 15.12.2006

Hier kam ich her, um mehr Auswahl an französischen Weinen zu haben als bei meinen bisher besuchten Weinläden, und die bekam ich. Auf meine vagen Wünsche hin bekam ich Empfehlungen, die genau paßten – sehr gut, die Beratung, und nett dazu. Nur allzu oft darf ich nicht hingehen, denn ich möchte jedes Mal den halben Laden mitnehmen...