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Apparently I haven't yet written about Rowling's eagerly awaited first non-Harry-Potter book. Like, I guess, everyone else I was curious how she would hold up outside of her usual world and genre. To make it short: very well.

Roughly one and a half years after it was published, I read it on a vacation on Mallorca; I had a plenty of time for reading and for immersing myself in the book. Equally curious what route she would take at all, I saw that this was not fantasy, not mystery, not historic, just fiction. In between I have forgotten much of the book, but its essence still lingers.

After someone dies right at the start of the book, the social fabric of a small English town emerges as people learn of his death. After getting to know the protagonists we are shown their relationships, first the obvious ones, then the hidden ones, their backgrounds, their desires, their history, their conflicts, their secrets.

In parts this is like in a whodunit story, only there is no crime, as the death was clearly due to a natural cause. And unlike the typical whodunit the fabric is not static, as people not only go on about their business, but new things happen, existing relationships change, new relationship are built, and some conflicts are resolved.

I like it. Rowling has shown that she is not limited to genre fiction. This book is full of believable characters and developments; nothing feels forced or pretentious.

Of course I read the book because her name is on it. But it is well worth reading on its own merits.

Café Rix

Sep. 7th, 2016 09:02 am
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Café Rix
Karl-Marx-Str. 141, Neukölln / Rixdorf, 12043 Berlin

Jürgen schrieb am 22.12.2006

Der Saal ist das schönste im Café Rix, groß, hoch, mit sehr schön restauriertem Stuck. Er ist leider manchmal auch das störendste: Durch die großen flachen Wände kann es sehr laut werden, wenn das Café voller wird.

Der Service ist wechselhaft, von den einzelnen Personen und der Tagesform abhängig, meistens aber durchaus ordentlich.

Die Küche hat mir, anscheinend anders als anderen, immer gut gefallen. Das Angebot ist mit der wechselnden Tageskarte abwechslungsreich, teilweise originell, die Zubereitung sorgfältig, das Resultat gut und wohlschmeckend. (Meine Beobachtungen sind allerdings eine Weile her.)

Das Angebot an Zeitschriften lädt auch einzelne dazu ein, hier einfach mal etwas Zeit zu verbringen. Vor allem die Polsterbänke an den Wänden sind dazu durchaus bequem genug.

Schmolke

Sep. 6th, 2016 10:06 am
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Schmolke
Steglitzer Damm 35, Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

Schmolke gibt's nicht mehr, er hat den Laden zugemacht. Schade, denn hier gab es – vorausgesetzt, man kam sehr rechtzeitig – Bio-Brot zu kaufen, für das ich jetzt weiter weg muß.
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ASA 90 der fotoladen M.Walter
Fuldastr. 55, Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

ASA 90 handelt mit gebrauchten Kameras (vor allem Foto, aber auch Film) und Zubehör. Neben wirklich schönen alten Geräten gibt es auch neuere, die durchaus heute noch gut zu gebrauchen sind – allerdings aus der vor-Autofokus-Zeit. Die Auswahl ist nicht riesig, aber durchaus einen Blick wert. Ich sah hier schon einmal eine Kamera zu genau dem Preis, zu dem ich das gleiche Modell gerade vorher woanders erworben hatte, aber in deutlich besseren Zustand.

[Hier geht es natürlich nicht um digitale Kameras.]

Kropp

Sep. 5th, 2016 11:41 am
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Kropp GmbH
Karl-Marx-Str. 82, 12043 Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

Früher war ich oft hier. Als ich gestern nach langer Zeit mal wieder an Kropp vorbeikam, ärgerte ich mich, daß ich gerade vorher schon etwas gegessen hatte – und ausgerechnet Fisch.

Kropp war für mich nämlich früher vor allem die Anlaufstelle für frisch gebratenen Fisch, im Stehen zu essen – ein Filet vom Seelachs, von der Scholle oder einer der anderen Sorten, dazu eine Portion der vorzüglichen, selbst hergestellten Kartoffelsalate. Und einen Becher Milch!

Aber das ist nur ein Teil des ganzen. Fisch gibt es auch frisch, in großer Auswahl, Besonderheiten auf Bestellung. Dazu viele Salate, darunter die genannten Kartoffelsalate, aber auch diverse Krabbensalate, und was es eben sonst noch so gibt.

Eine Auswahl interessanter Würste gibt es, Käse, Brot, ein bißchen Wein und Sekt, aber wirklich lohnen tut sich der Besuch für den Fisch, sei er frisch oder frisch gebraten.
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More or less since I started programming in Go, I have wanted to know which method I should use for collecting strings: (a) use a bytes.Buffer and WriteString(), or (b) just "add" together a string with +=. The convenience of the latter is appealing, but how would that be performance-wise? So I finally checked it.
package main

import (
	"bytes"
	"fmt"
	"os"
	"time"
)

var startT time.Time

func main() {
	for reps := 10000; reps <= 100000; reps += 10000 {
		fmt.Printf("\nreps: %d\n", reps)
		snippet := os.Args[1]

		startT = time.Now()
		buf1 := bytes.NewBufferString("")
		for i := 0; i < reps; i++ {
			buf1.WriteString(snippet)
		}
		seconds1 :=
			float64(time.Now().Sub(startT)) / float64(time.Second)
		len1 := buf1.Len()
		fmt.Printf("last of %d: %s; %g s\n", len1,
			buf1.Bytes()[len1-10:len1-1], seconds1)

		startT = time.Now()
		buf2 := ""
		for i := 0; i < reps; i++ {
			buf2 += snippet
		}
		seconds2 :=
			float64(time.Now().Sub(startT)) / float64(time.Second)
		len2 := len(buf2)
		fmt.Printf("last of %d: %s; %g s\n", len2,
			buf2[len2-10:len2-1], seconds2)
	}
}

The result was more clear-cut than I had expected:
$ ./strcatz fldsjbcsldfbcdkhasfacde

reps: 10000
last of 230000: dkhasfacd; 0.001061327 s
last of 230000: dkhasfacd; 0.501937235 s

reps: 20000
last of 460000: dkhasfacd; 0.001232219 s
last of 460000: dkhasfacd; 2.42185104 s

reps: 30000
last of 690000: dkhasfacd; 0.00211587 s
last of 690000: dkhasfacd; 6.120059 s

reps: 40000
last of 920000: dkhasfacd; 0.002452257 s
last of 920000: dkhasfacd; 13.718863728 s

reps: 50000
last of 1150000: dkhasfacd; 0.0048127 s
last of 1150000: dkhasfacd; 18.529621865 s

reps: 60000
last of 1380000: dkhasfacd; 0.004334798 s
last of 1380000: dkhasfacd; 24.74539053 s

reps: 70000
last of 1610000: dkhasfacd; 0.005095205 s
last of 1610000: dkhasfacd; 32.982584273 s

reps: 80000
last of 1840000: dkhasfacd; 0.009039379 s
last of 1840000: dkhasfacd; 44.176404262 s

reps: 90000
last of 2070000: dkhasfacd; 0.008148565 s
last of 2070000: dkhasfacd; 53.003958242 s

reps: 100000
last of 2300000: dkhasfacd; 0.008536743 s
last of 2300000: dkhasfacd; 67.390456565 s

The += method is not only slower to begin with, but also goes up more than linear, which is not quite surprising. I do find it surprising, though, that the difference is so large, in the order of 10000. So, I guess, that question is answered: In a place where performance matters at all, don't use += for repeated string concatenation.
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Straßenbahn
Laubacher Str. 29, Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

In der Straßenbahn hat sich nicht viel geändert in den fast 30 Jahren ihres Bestehens – jedenfalls nicht in den knapp 20 Jahren, die ich das Lokal kenne. Warum auch? Es gefällt den Gästen ja, und die waren auch alle von Anfang an dabei, zumindest hat es fast den Anschein.

Die Straßenbahn hat Atmosphäre. Daß sie nach wie vor von einem Kollektiv bewirtschaftet wird, daß aushängt, welchen Projekten die Trinkgelder in letzter Zeit zugute gekommen sind, daß die Gäste zwar durchaus höflich, aber alles andere als unterwürfig behandelt werden, gehört dazu. Gleichzeitig ist sie so sehr altes West-Berlin, wie es sich nur an wenigen Orten erhalten hat.

Es gibt die für eine Kneipe im wesentlichen übliche Getränkeauswahl mit ein paar netten Akzenten (Rhabarbersaft!); die Speisenauswahl ist typisch für die Mischform Kneipenrestaurant. Auf der Tageskarte gibt es einige warme Speisen, das sonstige Angebot ist nicht groß und durch eine Auswahl belegter Fladenbrote geprägt – alles sehr preisgünstig und durchaus gut.

Es gibt einen Nichtraucherraum, der sogar relativ gut vom Rest getrennt ist. Da sitze ich selbst gerne und stehe hin und wieder auf, um am Tresen eine Zigarette zu rauchen.



[Inzwischen ist der ehemalige Nichtraucherraum ein Raucherraum, und der Rest des Lokals is rauchfrei. Sonst scheint sich – wie üblich – nichts geändert zu haben.]

Sandmann

Aug. 28th, 2016 12:05 pm
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Sandmann
Reuterstraße 7, 12053 Berlin

Jürgen schrieb am 21.12.2006

Kaffee gibt's im Sandmann auch, aber ich glaube, es wird doch mehr Bier getrunken. Das Getränkeangebot ist nicht ohne Reiz, wenn auch eher kneipentypisch; dazu gibt es Snacks. Das Publikum ist stärker intellektuell geprägt als sonst in Neuköllner Kneipen üblich, aber immer noch gemischt.

Wenn man sich, wie es die meisten tun, an einen der Tische setzt, ist der Sandmann eine Kneipe, in die man gut mal mit Freunden gehen kann, weil sie günstig gelegen ist und weil einem die einfache, aber liebevolle Atmosphäre gefällt.

Kommt man aber allein und setzt sich an den Tresen, kann es durchaus sein, daß man in nette Gespräche oder aberwitzige Diskussionen verwickelt wird, je nach Zusammensetzung und Tagesform des Publikums, und viel später erst wieder nach Hause findet als eigentlich beabsichtigt. Das gilt nicht nur für "die, die immer hier sitzen", sondern auch (vorher) Fremde werden schnell aufgenommen, wenn sie etwas kontaktfreudig sind.

Häufig gibt es Musikveranstaltungen, zum Beispiel "Blue Monday", eine offene Blues-Session jeden Montag, aber da bin ich nicht auf dem neuesten Stand.
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Krasselts Imbiss
Steglitzer Damm 24, 12169 Berlin

Jürgen schrieb am 20.12.2006

Ach ja, es ist doch sehr Geschmackssache mit der Currywurst. Seit ein paar Jahren wohne ich nun fast gegenüber von Krasselt's [sic], und an Currywurst ohne Darm habe ich mich immer noch nicht gewöhnt.

Schlecht ist sie nicht, und das Ketchup (auch in Flaschen zu bekommen!) ist wirklich hervorragend, die Würzung gut. Aber die Wurst selbst ist so weich und labberig, es fehlt das Knusprige, das ich an der Wurst mit Darm so mag.

Das kann man Krasselt's natürlich nicht vorwerfen. Inzwischen esse ich dort viel öfter einen Fleischspieß, oder auch zwei, mit Pommes. Die Spieße sind sehr gut und haben uns auch zu Hause schon ein paarmal abends das Kochen erspart.

[Inzwischen gibt es dort auch Currywurst mit Darm. Ich ziehe aber immer noch die Spieße vor.]

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Willmanndamm 15, 10827 Berlin
Nagel, Siegfried Lucky's Pizzeria u. Lieferservice

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Dieses Lokal ist schräg. Die Wände sind voller Namibia-Devotionalien, davon frei gebliebene Flächen sind inzwischen mit Fotos vollgepflastert, die Lucky von seinen Gästen gemacht hat. Komische Dinge stehen herum, und zu späterer Stunde kann es durchaus vorkommmen, daß Lucky zur Gitarre greift und singt.

"Schärfste Pizza Schönebergs" ist der Wahlspruch, und das stimmt wahrscheinlich auch. Die Pizza hat standardmäßig eine gewisse Grundschärfe; eine milde Variante gibt es aber auf Wunsch auch.

Was ist das eigentlich für eine Pizza? Italienisch ist sie nicht so sehr, amerikanisch schon gar nicht. Seine eigene Schöpfung? Ich weiß es nicht, aber sie schmeckt mir außerordentlich gut. Der Boden ist dünn und knusprig, der Belag intensiv aromatisch. Meine Lieblingspizza ist die Kapernpizza mit Schafskäse und frischen Tomaten, mit extra Knoblauch.

Von Nudelgerichten und Salat war ich bisher nicht so begeistert, aber weil ich nur etwa monatlich da bin, kann ich auch jedes Mal Pizza essen. Faßbier gibt es leider nicht, aber Beck's, Wohn Pils, und Weizenbiere. Der Wein war eher schlicht, aber zur Pizza paßt mir Bier ohnehin besser.

Lucky ist ein Original. Er zündet auch schon mal Sonnwendfeuer in Blechfässern auf der Straße an und wirft einen Gast aus dem Lokal, der sich zu vehement über Rauch vom Nebentisch beschwert – rauchen können soll man bei ihm. Nun, mich stört's nicht.



["Lucky's Pizzeria" gibt es inzwischen nicht mehr, er hat sich zur Ruhe gesetzt. Und inzwischen stört mich Rauch in Restaurants und Kneipen schon.]
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Restaurant Glühwurm
Handjerystr. 77, 12159 Berlin

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Den Glühwurm – diesen Glühwurm, den anderen kenne ich nicht – finde ich zwiespältig. Einerseits ist es dort ganz nett, sympathisches Personal, gutes zu essen und zu trinken, andererseits ist es oft so voll und laut, daß es anstrengend wird. Dann ist meist auch der Service so überlastet, daß einem zwischen den Getränken die Dehydrierung droht.

Die Speisenauswahl ist, wie das ganze Lokal, stark schwäbisch geprägt. Maultaschen gibt es in diversen Variationen, meine Empfehlung: die "Spinatwachtel" mit Ei und Spinat. Deftige Fleischgerichte sind gut vertreten. Manchen ist das Essen insgesamt zu schwer, aber das schreckt mich meist nicht.

Bei den Weinen herrschen die Schwaben ebenfalls vor, aber es gibt auch eine kleine Auswahl des üblichen internationalen Spektrums. Mehrere Biere gibt es vom Faß, darunter ein Hefeweizen.

Im Sommer ist der Garten sehr schön und, da am Renée-Sintenis-Platz gelegen, recht ruhig.

Paulaner's

Aug. 25th, 2016 09:45 am
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Paulaners
Alt-Moabit 98, 10559 Berlin

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Beeindruckend finde ich an der Kette der "Paulaner's"- [sic] und "Leopold's"-Restaurants, daß sie das vorgegebene Styling so präzise einhalten, sei das Lokal nun in Moabit, Neukölln, oder Shanghai – Konzeptgastronomie eben.

Laut ist es in der Tat manchmal. Das paßt eigentlich ins Konzept; leicht erhitzte Stimmung gehört dazu wie das Bier.

Neben dem schon erwähnten Hefeweizen gibt es Paulaner Münchner Hell und Dunkel, und zur entsprechenden Jahreszeit das von mir besonders geschätzte Oktoberfestbier, sehr süffig und würzig.

Die Speisen sind deftig, bayerisch; mein Favorit ist der Schweinsbraten, sehr saftig, mit knuspriger Kruste, dazu Knödel und Krautsalat.

Eigentlich, fällt mir dazu ein, müßte ich mal wieder hin.
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Weingut Kaiserberghof
Oberdorfstraße 47, 76831 Ilbesheim

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Nun ja, ein Lieblingsplatz kann es eigentlich nicht sein, denn ich war noch nicht da. Und das kam so: Eigentlich wollte ich letztes Jahr im September mit meiner Frau und meinen Schwiegereltern eine Woche in die Pfalz fahren und zwei oder drei Weingüter besuchen, darunter das Weingut Kaiserberghof der Familie Kast. Aus beruflichen Gründen mußte ich diese Reise kurzfristig absagen (don't get me started...), und so sind sie ohne mich gefahren.

Sie ließen mir allerdings vom Kaiserberghof ein Carepaket schicken, mit deutlich mehr verschiedenen Weinen, als ich bis dahin von Kast kennengelernt hatte. Damit war mein Schicksal besiegelt – ich konnte nicht mehr von diesen Weinen los.

Daß sein Schicksal besiegelt war, mag auch der Paketbote gedacht haben, als er sich vor ein paar Wochen vor der Aufgabe sah, unsere Herbstbestellung von 48 Flaschen Kaiserberghof-Wein in den vierten Stock zu schleppen. Aber unsere Hilfe und ein Trinkgeld ließen ihn die Fassung schließlich wiedergewinnen.

Durchaus trinke ich noch andere Weine, aber als Sortiment eines einzigen Winzers liegt mir das der Kasts besonders am Herzen. Sie machen "ehrliche", klare Weine mit sortentypischem Geschmack, aber mit viel Ehrgeiz und nicht ohne Rafinesse.

Meine Kastschen Lieblingsweine sind die kräftigen Roten, Cabernet Sauvignon, St. Laurent, und vor allem der Spätburgunder, den ich dieses Jahr sowohl jung als auch aus dem Barrique besonders gelungen finde.

Gleich danach kommt der Chardonnay aus dem Barrique und die frischen, "knackigen" Weiß- und Grauburgunder. Der Riesling ist auch nicht übel, aber der schmeckt mir woanders besser.

Von den Spezialitäten haben wir dieses Jahr kaum etwas abbekommen, nicht den 24 Monate barrique-gelagerten St. Laurent 2003, der mich extrem gereizt hätte, und nicht den Sekt Pinot extra brut. Wir bekamen allerdings etwas von der Grauburgunder-Auslese süß, die mich letztes Jahr schon begeistert hat.

Bestellen kann man bei den Kasts am besten per Telefon. Es gibt zwar auf der genannten Website auch einen Shop, aber der berücksichtigt nicht, daß manche Weine schon ausverkauft sind. Per Telefon kann man dagegen gleich erfahren, ob ein Wein noch lieferbar ist, und wenn nicht, einen Ersatz bestellen, damit die Kapazität der Versandkartons von 12 oder 18 Flaschen gut ausgenutzt wird.

Wer Glück hat, liegt im Einzugsgebiet der Liefertouren des Kaiserberghofs und kann seine Weinbestellung zweimal im Jahr frei Haus geliefert bekommen; alle anderen zahlen 5,90 € pro Karton. (Das steht auf der Website falsch!)

[Nachtrag 2016: Inzwischen, muss ich feststellen, habe ich schon lange nichts mer bei Kast bestellt. Ich sollte wohl mal wieder.]
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Pizzeria i Due Forni
Schönhauser Allee 12, 10119 Berlin

Jürgen schrieb am 16.12.2006

Vielleicht sollte ich einfach nicht im Dezember hingehen. Ausgesucht hatte ich es mir auch (wieder) nicht, aber das Argument, relativ kurzfristig nirgendwo anders einen Tisch für 20 Personen zu bekommen, ist schwer zu widerlegen.

Das Essen ist gut, der Wein für einen schlichten Tischwein ordentlich (in den Sorten "rot" und "weiß", letztere besser). Einrichtung angenehm schlicht.

Wenn ich mir die anderen Beiträge hier ansehe, scheint die Qualität des Service sehr mit der Tagesform zu schwanken. Gestern war er passabel – Bestellungen kamen manchmal nicht zum Erfolg, aber meistens schon, wenn auch nicht typischerweise schnell; die Haltung war freundlich bis "gestresst, aber nicht übelnehmend".

Aber die Lautstärke... unglaublich. Nun gut, es war extrem voll (ist es das eigentlich immer im Dezember?), aber es ist auch wirklich ein lautes Publikum, jung, "lebenslustig" (muß man dazu eigentlich so rumdröhnen?), und mit kräftigen Stimmchen. Der Raum tut wenig, den Lärm zu mildern.

Als es das zweite Mal am Abend "sehr laut" war, habe ich mich schon wieder gefreut, denn zwischen dem ersten Mal "sehr laut" und dem zweiten Mal "sehr laut" war es die ganze Zeit "fast unertraglich laut". Da war "sehr laut" dann schon wieder eine Erholung.

Ach ja, das lebenslustige Publikum: Vielleicht gehört es auch ja zum Lifestyle, auf der Toilette mit nassen Papierhandtüchern rumzusauen. Ich hätte es für tendentiell unnötig gehalten.

Wahrscheinlich ist es hier ganz nett, wenn es nicht so von rumdröhnenden Gästen voll ist. Ich weiss nicht, ob das vorkommt – vielleicht sollte man am Nachmittag eines schönen kalten Novembertages herkommen, zu kalt für den Garten, zu schön für einen Restaurantbesuch.

Dann könnte ich vielleicht das gute Essen in Ruhe genießen, bedient von einem gutgelaunten und nicht überlasteten Service.

Grünzeit

Aug. 23rd, 2016 11:17 am
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Grünzeit,
Martin-Luther-Straße 41, 10779 Berlin

Jürgen schrieb am 15.12.2006

Es geht doch nichts über einen anständigen, soliden, schwulen Blumenladen! :–)

Eigentlich bin ich ja wirklich kein großer Blumenkäufer, aber zur eigenen Hochzeit sollte es doch mal sein. In Grünzeit fanden wir einen Blumenladen, der nicht, wie manch anderer, die Preisschilder beim Nennen des Worts "Hochzeit" austauschte, der eine wunderbare, allenthalben bewunderte Tisch- und Raumdekoration herstellte, der sich in der Abwicklung äußerst entgegenkommend zeigte, und mit dem es eine Freude war, Geschäfte zu machen. So wünscht man sich das.
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Rixdorfer-Weihnachtsmarkt,
Richardplatz 1, 12055 Berlin

Jürgen schrieb am 15.12.2006

Dieses Jahr habe ich ihn schon wieder verpaßt, so ein Ärger – es war doch einfacher, als ich noch direkt um die Ecke wohnte. Aber es klappt einfach nicht immer am Wochende des zweiten Advent.

Der Rixdorfer Weihnachtsmarkt ist aus meiner Sicht der einzige, auf den es sich wirklich zu gehen lohnt. Die nahezu durchweg nichtkommerziellen Standbetreiber machen die Atmosphäre viel angenehmer als auf den normalen Weihnachtsmärkten.

Die Stände bieten alles mögliche an, von Speisen und Getränken über selbstgebasteltes Spielzeug bis zu antiquarischen Büchern, so manches Geschenk habe ich dort auch schon erworben. Highlights sind für mich der Stand der koreanischen Krankenschwestern mit leckerem Feuerfleisch und Gemüsepuffern und, im wörtlichen Sinn, der Platz, an dem das THW die Petroleumlampen neu befüllt, weil das Licht dort so schön ist.

Nur vier Sterne statt fünf vergebe ich deswegen, weil es manchmal ganz furchtbar voll ist. Da macht es dann nicht mehr viel Spaß.
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Friedenauer Weinhandlung,
Hauptstraße 80, 12159 Berlin

Jürgen schrieb am 15.12.2006

Hier kam ich her, um mehr Auswahl an französischen Weinen zu haben als bei meinen bisher besuchten Weinläden, und die bekam ich. Auf meine vagen Wünsche hin bekam ich Empfehlungen, die genau paßten – sehr gut, die Beratung, und nett dazu. Nur allzu oft darf ich nicht hingehen, denn ich möchte jedes Mal den halben Laden mitnehmen...
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[Incidentally I found the text of a number of old articles about bars and restaurants and the like again. I wrote them between end of 2006 and early 2009, and although I knew I had saved the texts, I believed them lost until I stumbled upon them again today. I will post a number of them here; alas, all are in German.]

Ende 2006 bis Anfang 2009 tummelte ich mich mit anderen auf der Lokalbewertungsplattform "Qype" (mitterweile von Yelp geschluckt). Freunde zogen mich da hinein, und es machte mir viel Spaß, kleine Artikel zu schreiben, mich mit anderen Teilnehmern zu treffen, und darüber noch mehr Artikel zu schreiben.

Leider veränderte es sich dort so, dass der Spaß nachließ, und ich verließ die Plattform. Die Texte fand ich nicht mehr wieder, obwohl ich wusste, dass ich sie mir gesichert hatte, bevor ich sie auf der Plattform löschte. Heute bin ich vollkommen zufällig darüber gestolpert, und ich werde in der nächsten Zeit einen Teil davon oder auch alle hier posten.

Diese Artikel sind historisch. Vieles davon ist nicht mehr aktuell; manches Lokal gibt es heute nicht mehr. Auch würde ich vermutlich manches heute anders sehen oder anders beschreiben. Als Reminiszenz möchte ich diese Artikel trotzdem unverändert lassen bis auf Fehler in Rechtschreibung und Grammatik; wo es mir nötig scheint, werde ich einen Kommentar anhängen.

Also nun, eine Reise in die nähere Vergangenheit!
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Just for fun I timed a program that I have developed in my spare time, the Lisp interpreter lingo, written in Go, on a number of computers. This measures basically single-thread performance, presumably with some emphasis on memory access, as the interpreter does a lot of pointer chasing. Mainly I wanted to compare my newly upgraded home server mellum with others.

The first four of the computers listed in the table are my own, the first three at home, the fourth an external rented server. All others are my employer's and are operated by our group.

 

Hostevals/sFactorCPU(s)CoresClock/GhzOS
mellum35057151.00E3-1220 v343.1FreeBSD 10.3
naibel4971927.05T40E APU21FreeBSD 10.3
wrixum16591912.11Core 2 Duo22.4OS X 10.11.4
holt18490071.90Opteron 138542.7Debian Jessie
Brunei13756742.55E5-2620 v3122.4Debian Jessie
Island15480872.26X5650122.67Debian Jessie
Bermuda21399851.64i5-240043.1Debian Jessie
qcm0516227772.16E5-2690 v2203Debian Jessie
qcm0613554492.59E5-2690 v3242.6Debian Jessie
qcm0713915232.52E5-2690 v3242.6Debian Jessie
qcw5041664560.84i5-459043.3Debian Jessie
dgm0714736662.38X5650122.7Debian Wheezy

 

The listed number of cores is the total in the machine, without hyperthreading.

The program I ran is the interpreter lingo, commit 5aa9fa8cd136efd05e0adcbb9474f0aa6fe1fe64, built with the current Go 1.6.2 – to be precise, a run of make benchmark10 in the lingo directory, which factorises the number 100000000001 with the (rather naïvely implemented) Lisp program factor.lisp.

The number at "evals/s" states how many Lisp expressions have been evaluated per second. I have used the best number of a few runs each (at least two). Apart from qcm05 and qcm07 the machines were very lightly loaded, such that each had a "free" CPU.

I am a bit surprised that, apart from the workstation qcw50, my computer with a relatively cheap and nearly three-year-old CPU comes out ahead of nearly everything I could get my hands on, and not only the old ones (Island, our workgroup server, and Bermuda, my workstation), but also the newer ones. Now that computer has only one CPU and only four cores in total; especially the qcm0[5-7], meant for serious number crunching, have much more. Still amazing.

But I am even more surprised that my oldish MacBook Pro wrixum (13", mid-2010) keeps itself up so bravely. It has not only a CPU design from nearly eight years ago, but was also the slowest of the product line when I bought it.


Update: an additional result from rbarclay (see comments)

Update: More results are welcome! If you want to build from source, look into the comments for detailed instructions. If you want to use a pre-built binary for FreeBSD, Linux, or OS X on the amd64 architecture, download the appropriate one of the following files, unpack it, change into the lingo directory, and run <code>make benchmark10</code>. See the output for the "evals/s" value.

additional results
Sourceevals/sFactorCPU(s)CoresClock/GHzOS
rbarclay28504421.23FX-835084Debian Jessie
Update: An article Modern Microprocessors – A 90 Minute Guide! by Jason Robert Carey Patterson is interesting in this context.
 

Pay Raise

Jun. 28th, 2015 07:38 pm
jyrgenn: Blurred head shot from 2007 (Default)
A few data points about pay raises.

WeTeachFaculty, where I work now, is public service, implies collective labour agreements, implies small increments. Not coupled at all to performance reviews, which The Director didn't do until very recently anyway, but suddenly started, to everyone's surprise. (This may well be related to that recent employee survey that very visibly showed a high, and I mean high, degree of discontent of the employees with The Director. Maybe he did get some flak for that from The Chancellor after all.)

My other places of work were diverse.

VeryNiceCompany[1] did yearly performance review cum next year planning / objective agreement, where they also declared your incremental pay raise. This would have been the place to claim spectacular successes or developments and so a higher pay raise, only I didn't have those.

[1] my first one, mid-sized[2], and, in hindsight, a really great work environment

[2] grew from ~90 to > 250 before being hit by the burst of the Internet bubble and was shortly after bought out by WeMakeChips

The small startup WeLoveMulticast where I was for 16 months in between was founded by a former colleague from VNC, so he copied many of their processes, including reviews and pay raises. He had worse ideas than this.

WeMakeChips had roughly the same, only in a more refined and regulated way. When it came to the obligatory objective agreement, my boss said, well, what shall I say, keep on doing what you're doing? Yes, I said, that sounds quite right. So it is that then, he said. (He was a good one.) Incremental pay raise, only at one point I had a really good rating, but a definitely sub-average pay raise. I had some suspicion why that was, but my boss had said nothing of it. I found that kind of dishonest and it was the final straw to leave.

MobileInternetEnablers did nothing, IIRC, in the 2.5 years I was there — no performance reviews, no pay raise. Maybe the way was to go to the boss and say "I want!", only I didn't.

WeHostMillions did yearly performance review cum some planning, objective agreements were quite like at WMC. No pay raise, though, despite very good ratings — to get one, I'd probably have had to claim one, which I didn't. That wasn't only due to cowardice, but I also didn't want the pay to be a bigger reason to stay there than it already was. After 4 years, when WHM had been bought by FormerStateMonopolyTelco, suddenly a 10 % pay raise. What a conincidence. And then, after a year, I left for public service and 20 % less.

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